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SmartMuseumTV...

... ist ein medienpädagogisches Projekt von Zeit für Kinder e.V. in Zusammenarbeit mit Museen. Kooperationspartner sind das Medienprojektzentrum Offener Kanal Kassel und die Kulturbrücke in Kassel.
Kinder und Jugendliche produzieren „dokumentarische“ Filme über Exponate, Kunstwerke und Museen. Das Projekt findet im Rahmen des Förderangebots Museum macht stark des Deutschen Museumsbunds statt, das zum Kultur macht stark - Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gehört.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten durch den Umgang mit modernen Medien die Möglichkeit "ihr Museum" mit ihren Augen und in ihrer Sprache darzustellen und zu erklären.  Das eröffnet den Teilnehmerinnen und Teilnehmer kulturelle und medientechnische Erfahrungsräume und fördert die Partizipation an der Gesellschaft.  Wie im Vorjahr waren unsere Projektpartner  der Verein "Zeit für Kinder" mit Sitz in Edermünde, das Medienzentrum Offener Kanal Kassel und die Kulturbrücke aus Kassel. Das Projekt wurde umgesetzt von Gabriel L. Chiarello M.A. und Suayip Günler vom Verein Zeit für Kinder.  Die Gruppe der Jugendlichen hielt sich, jeweils in Begleitung eines/einer ehrenamtlichen Betreuers/Betreuerin  im TMK auf, um sich für das individuelle "Lieblings-Exponat" zu entscheiden, sich damit zu befassen und mit Kameras die Film-Sequenzen aufzunehmen.
Die Jugendgruppe aus 10 Mädchen und zwei Jungen waren über das folgende Wochenende in einem Workshop damit befasst, die Filmsequenzen zu schneiden und die Postproduktion abzuschließen.  Wir durften auf ein ganz anderes Ergebnis als im letzten Jahr gespannt sein. Alle Jugendlichen sind Schülerinnen und Schüler der Kasseler Tanzschule Dance United so, dass die Umsetzung der Impressionen, die sie über das TMK aufgenommen haben, außerordentlich musikalisch und rhythmisch ausfallen wird.  Das Ergebnis des Workshops können Sie auf einem Film anschauen. Er ist bei YouTube eingestellt. Hier der direkte Link:

Link zum Film bei YouTube

Uns hat es viel Spaß gemacht, zu sehen, wie sich Jugendliche Exponaten unseres Museums nähern, was sie dazu bewegt und wie sie ihre Überlegungen dazu in Bild und Ton umgesetzt haben. Es folgen einige Bilder von den Produktionsarbeiten:

Objekt des Monats

DAS TECHNIK-MUSEUM KASSEL GRATULIERT DER HNA ZUM 75JÄHRIGEN JUBILÄUM
Bücher, Zeitschriften und sonstige Druckwerke umgeben uns mit großer Selbstverständlichkeit. Wenn wir morgens die HNA aus dem Briefkasten nehmen und bei einer heißen Tasse Kaffee das Neueste lesen, machen wir uns keine Gedanken darüber wie aufwendig Drucken und Setzen einer Zeitung um die Jahrhundertwende waren. Anlässlich des Jubiläums der HNA blicken wir kurz zurück:
Im ausgehenden Zeitalter der Aufklärung führte das gesteigerte Informations- und Lesebedürfnis der Bevölkerung zu einer starken Nachfrage nach Zeitschriften und Büchern. Auflagen und Umfang der Druckwerke nahmen exorbitant zu. In den Druckereien konnte der Druckprozess durch stetig verbesserte Druckmaschinen gesteigert werden, jedoch gelang es nicht, das Setzen der einzelnen Buchstaben zu mechanisieren, dies erfolgte nach wie vor sehr zeitaufwendig im Handsatz. Die verwendeten Buchstaben mussten am Ende wieder auseinandergebrochen und von Hand in die Setzkästen zurückgeführt werden.
Trotz größter Bemühungen zahlreicher Erfinder, war es ein Problem, den komplexen Prozess des „Setzens, Auseinanderbrechens und des Ablegens“ zu mechanisieren.
Ottmar Mergenthalter, ein aus Bad Mergentheim stammender deutscher Uhrmacher, wanderte 1872 in die USA aus. Dort knüpfte er Kontakte zum Druckgewerbe und erkannte die Probleme des Handsatzes. Dies war die Initialzündung, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen; sein Beruf kam  ihm dabei zugute. Im Jahr 1886 gelang es ihm, den komplexen Prozess zu mechanisieren. Seine „Blower“ war die erste funktionierende Matrizensetz- und Zeilengießmaschine, auch wenn sie noch kleinere Probleme aufwies. Die Maschine verbreitete sich zunächst auf dem amerikanischen Markt, 1894 kommt eine verbesserte Setzmaschine nach Deutschland.
Die Buchstaben wurden bei dem neuartigen Maschinensatz nun nicht mehr einzeln vom Handsetzer aus dem Setzkasten herausgenommen und später wieder zurückgelegt, sondern der Text wurde über eine Tastatur, wie bei einer Schreibmaschine, eingegeben. Für jeden angetippten Buchstaben fällt eine Matrize aus einem Magazin. Diese Buchstabenmatrizen werden zu Zeilen aneinandergereiht und ausgegossen. Es entsteht eine sogenannte „line of types“, die Namensgeber für die Linotype-Maschine ist. Die maschinell erstellten Zeilen werden zu Druckstößen angeordnet. Die Buchstabenmatrizen, die zum Guss der Zeilen verwendet wurden, werden danach wieder auseinandergebrochen und im letzten Arbeitsschritt über Zahnstangen wieder in das Matrizenmagazin zurückgeführt.
Der neuen Maschinensatz führte zu einem gravierenden Wandel in der Druckbranche. Einerseits konnte der Satz nun beschleunigt werden und kostengünstiger erfolgen, andererseits wurden viele Handsetzer arbeitslos. Neben dem Beruf des Handsetzer bildete sich der Beruf des Maschinensetzers heraus.
Anlässlich des 75jährigen Jubiläums der HNA zeigt das Technik-Museum eine Linotype-Setzmaschine  an exponierter Stelle. Besucher/Innen können sich selbst ein Bild davon machen, welche Genialität und konstruktive Leistung in dieser Maschine steckt. Drei - bis zur Erfindung des Maschinensatzes von Hand ausgeführte – Arbeitsschritte, nämlich das „Setzen, Auseinanderbrechen und Ablegen“ wurden nunmehr durch eine einzige Maschine erledigt.
Recherchen der HNA haben ergeben, dass die im TMK befindliche Maschine, diejenige sei, auf der zunächst die ersten Proklamationen der Amerikaner und dann die erste Ausgabe der Hessischen Nachrichten gedruckt worden sei (HNA, 16.09.2020).

Text: Andrea Krischke

Bild: Wolfgang Dünkel

(last update 25.09.2020)

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Technik-Museum Kassel e.V.
Wolfhager Str. 109,
34127 Kassel
0561-86190400
museum{at}tmk-kassel.de

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