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Das Objekt des Monats ...

... Mai ist ist das Aluminium-Gussgehäuse des Flugmotors DB 605 A/B, produziert im Henschel-Flugmotorenbau-Werk in Baunatal.

Es handelt sich hierbei um einen 4-Takt-Einspritz-Flugmotor, der flüssigkeitsgekühlt und mit Benzin betrieben wird. Er ist als Reihenmotor in 60° V-Form mit 12 hängend angeordneten Zylindern konstruiert. Beim Start kann er eine Leistung von 1.470 PS bei 2.800 U/min erbringen, die beim Steigen auf 1.250 PS bei 2.600 U/min absinkt. Sein Einbaugewicht beträgt 764 kg. Der DB 605 wurde auf Basis des DB 601 entwickelt, der als erster anstatt mit einer Vergaseranlage mit einer Einspritzanlage mit Höhenlader ausgestattet war. Damit konnte der DB 601 eine Leistung von 1.175 PS bei 4.000 Metern erbringen, da es durch die Einspritzanlage möglich war, höhere Kurvenbeschleunigung zu erreichen, weil es nicht zu einem Aussetzen der Kraftstoffzufuhr kommen konnte. Neu war beim DB 605 das Hubvolumen, das nun durch eine vergrößerte Bohrung der Zylinder auf 154 mm bei 35,7 Litern liegt. Allerdings erwiesen sich die ersten Motoren dieses Typs als unzuverlässig, da der Ölverbrauch sehr hoch war und sich Luftblasen im Motoröl bildeten, was zu Kolbenfressern führte. Dies machte umfangreiche Konstruktionsänderungen notwendig, was die Serienproduktion erheblich verzögerte.

Anstatt der geplanten Auslieferungen der Null-Serien von fünf Motoren im Dezember 1941 konnte dies erst im Januar 1942 erfüllt werden. Auch der Lieferrückstand dauerte durch weitere Konstruktionsänderungen an, sodass im Februar nur vier Motoren fertiggestellt werden konnten. Im März kam die Produktion bereits auf 80 Stück. Erst Mitte des Jahres konnte der Rückstand langsam durch die Behebung der aufgetretenen Probleme aufgeholt werden. Das Gussgehäuse im Technik-Museum ist 1943 von dem Henschel Flugmotoren Werk (HFM) in Altenbauna produziert worden, das als Lizenz-Hersteller für den Daimler-Benz-Flugmotor auftrat. Serienmäßig wurden im HFM 180 Motoren pro Monat hergestellt. Daneben reparierte das Werk monatlich ca. 150 Motoren, wobei die Zahl stark schwankt.

Das TECHNIK-MUSEUM KASSEL ...

... befindet sich im Henschel-Werk II in Rothenditmold. Es ist eine der wenigen industriellen Fabrikanlagen, in der große Teile der Originalsubstanz erhalten sind. Die historische Zeitspanne reicht von den ersten Hallenbauten 1870 über die Ausbauphase der vorvergangenen Jahrhundertwende bis zu einem hervorragenden, wenn auch kleinen Objekt der 1960er Jahre. Das Werk Rothenditmold repräsentiert prototypisch Architektur, Nutzung und Schicksal älterer Fabrikareale. Das TECHNIK-MUSEUM KASSEL hat das Ziel, Produkte, Technologien und Innovationen aus Kassel und Nordhessen zu sammeln, auszustellen und in den historischen Kontext zu stellen. In unserem Archiv bewahren wir zeitgenössische und aktuelle Literatur auf und wir widmen uns der Digitalisierung von alten Zeichnungen Kasseler Betriebe.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Bitte beachten, dass unsere Halle 9 mit der 44er Dampflok, den Straßenbahnen sowie einem Teil des Feuerwehr-Löschzugs momentan nicht besucht werden kann.

Weitere Informationen zu Ihrem Besuch finden Sie hier.

 

Kontakt

Technik-Museum Kassel Betreiber gGmbH
Wolfhager Str. 109
34127 Kassel
0561-86190400
museum@tmk-kassel.de

Unsere Öffnungszeiten

Mi - Fr  13 - 17 Uhr
Sa & So 11 - 17 Uhr

Unsere Ausstellungshalle ist nicht geheizt, im Winterhalbjahr bitte entsprechend kleiden.

An folgenden Feiertagen ist das Technik-Museum von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet:

Karfreitag, Ostersonntag, 1. Mai Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingst-Sonntag, Fronleichnam und Tag der Deutschen Einheit.