Das Objekt des Monats ...
... März ist die Maschinenbau-Aktien-Gesellschaft vormals Beck & Henkel, deren einer der beiden Gründer Carl Beck jun. war. Über dessen maschinelle Zündholz-Produktion wurde als Objekt des Monats im Dezember 2025 berichtet. Er wurde zunächst Kaufmann und arbeitete in der Fabrik seines Vaters, dem Zündholzhersteller Carl Beck in Kassel. Doch daran hatte er keine Freude, vom Fernweh geplagt, zog es ihn 1867 in die USA. Dort gründete er in St. Louis eine Zündholzfabrik, die durch die Konkurrenz dreimal angezündet wurde. Auf Wunsch seines Vaters kehrte er 1870 zurück nach Deutschland und übernahm die Firmenleitung in der Kasseler Fabrik.
Da ihn der Maschinenbau mehr interessierte als das Zündholz selbst, ist es daher nicht verwunderlich, dass er kurz darauf begann, die Produktion seiner Fabrik zu modernisieren, indem er auf maschinelle Fertigung mit selbst entwickelten Maschinen umstellte, welche er sich patentieren ließ. Damit war seine Zündholzfabrik die Erste, in der maschinell gefertigt und verpackt wurde. Eines Tages kreuzten sich die Wege von Carl Beck und dem 22-jährigen Ingenieur Gustav Henkel. Sie gründeten die Firma Beck & Henkel, Maschinenbau. Der Firmensitz befand sich an der Wolfhager Straße 14. Ecke Gießbergstraße / Wolfhager Straße stadtauswärts.
Man begann mit dem Bau von Dampf- und anderen Maschinen, und produzierte Maschinen für die Zündholzindustrie. 1881 lieferte das Unternehmen die vollständige Ausstattung für eine Zündholzfabrik mit einer selbst hergestellten Dampfmaschine nach Venezuela. Beck & Henkel stieg in den Markt der Hebe- und Aufzugstechnik ein, spezialisierte sich auf Schlachthofausstattungen und erweiterte neben dem weiteren Bau von Dampftechnik diese Produktlinie auf Hebe- und Aufzugsvorrichtungen aller Art, u.a. Portal-Krananlagen mit der kompletten Dampfversorgung für den Hamburger Hafen und einen Eisenbahnkran von Beck & Henkel auf einem Wegmann-Fahrgestell, links oben abgebildet.


