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Das Objekt des Monats ...

... Oktober 2021, liebe Besucherinnen und Besucher, ist eine Synchronisiereinrichtung aus einer Wassermühle im Waldecker Land, die vermutlich in den Jahren von 1900 bis 1920 mit einem Drehstromgenerator und  einer Verbindung zum öffentlichen Stromversorgungsnetz ausgestattet wurde, also einem frühen Kraftwerk im eher ländlichen Raum. 

Im Gegensatz zu Gleichstrom, der in Akkumulatoren gespeichert werden kann, muss die Erzeugung von Wechselstrom und damit auch des dreiphasigen Drehstroms stetig an den Verbrauch angepasst werden. Wird zu viel erzeugt steigt die Frequenz von 50 Hz in Europa (60 Hz in USA u. a.), wird zu wenig erzeugt sinkt sie. Bevor bei steigendem Bedarf ein weiterer Drehstrom-Synchrongenerator – angetrieben durch eine Dampf-, Wasser-, Gasturbine oder einen Motor – einem bestehenden Netz zugeschaltet werden darf muss dieser drei Bedingungen einhalten:

  • Er muss die gleiche Frequenz erzeugen wie sie das Netz hat. Erreicht wird dies durch eine vorsichtige Drehzahlanpassung der antreibenden Maschine.
  • Nachdem die Frequenzangleichung auf 50 Hz durch Veränderung der Energiezufuhr erreicht wurde muss der zuzuschaltende Generator auch die gleiche Spannung wie im vorhandenen Netz abgeben. Dies wird durch Veränderung der magnetischen Induktion des drehenden Polrades erreicht.
  • Nach Angleichung von Frequenz und Spannung darf auch keine größere vor- oder nacheilende Phasenverschiebung des zuzuschaltenden Generators gegenüber dem Netz bestehen. Diese würde je nach Dimensionierung des Generators zu kurzzeitigen heftigen Ausgleichströmen bis hin zur Abschaltung führen. Eine Zusammenschaltung ist nur bei sehr kleinen Phasenverschiebungen zulässig, um Ausgleichsströme bei der zwangsläufig durch das starre Netz erzwungenen Synchronisierung zu vermeiden.

Wenn diese drei Maßnahmen durchgeführt sind, kann eine Zuschaltung des Generators erfolgen, dieser bei steigendem Bedarf mit einer Leistungsabgabe das Netz stützen und somit eine Frequenzabsenkung verhindern. Hierfür wurden seinerzeit Synchronisiersäulen in den Kraftwerken installiert, die unterschiedliche Lampenschaltungen und Messgeräte enthielten. Alle waren so groß, dass sie auch aus etwas größerer Entfernung ablesbar waren als das bei den im TMK ausgestellten Geräten im Format 96 x 96 oder 144 x 144 mm möglich ist.

Text: Wolfgang Dünkel, TMK

Foto: Katharina Armbrecht, TMK

(last update 30.09.2021)

Das TECHNIK-MUSEUM KASSEL ...

... befindet sich im Henschel-Werk II. Das Henschel-Werk Rothenditmold ist eine der wenigen industriellen Fabrikanlagen, in der große Teile der Originalsubstanz erhalten sind. Die historische Zeitspanne reicht von den ersten Hallenbauten 1870 über die Ausbauphase der vorvergangenen Jahrhundertwende bis zu einem hervorragenden, wenn auch kleinen Objekt der 1960er Jahre. Das Werk Rothenditmold repräsentiert prototypisch Architektur, Nutzung und Schicksal älterer Fabrikareale - es ist eine der ältesten als Ensemble noch erhaltenen Lokomotiv-Produktionsstätten dieser Art in Deutschland. Das TECHNIK-MUSEUM KASSEL hat das Ziel, Produkte, Technologien und Innovationen aus Kassel und Nordhessen zu sammeln, auszustellen und in den historischen Kontext zu stellen. Dazu gehört auch die Durchführung von Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen. In unserem Archiv bewahren wir zeitgenössische und aktuelle Literatur auf und wir widmen uns der Digitalisierung von alten Zeichnungen Kasseler Betriebe.

Freuen Sie sich mit uns auf Ihren ab Fronleichnam, dem 3.Juni 2021, wieder möglichen Besuch in dieser uns Alle beherrschenden und besonders viele Familien mit Kindern, aber auch unsere älteren Mitbürger belastenden Pandemie. 

"Gemeinsam schaffen wir das!"  Wir Alle müssen es nur wollen und das heißt, dass auch wir Alle dazu beitragen müssen. Beachten Sie dazu bitte nach erneutem Anstieg der Inzidenzwerte unbedingt die erforderlichen Vorgaben, die wir auf der Seite "Ihr Besuch" für Sie veröffentlicht haben. 

(last update 19.08.2021)

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Kontakt

Technik-Museum Kassel e.V.
Wolfhager Str. 109,
34127 Kassel
0561-86190400
museum@tmk-kassel.de

(last update 09.10.2020)

Unsere Öffnungszeiten

Sommer vom 1. April - 31. Oktober
Mittwoch – Freitag: 14:00 – 17:00 Uhr
Samstag und Sonntag: 11:00 – 17:00 Uhr

an Feiertagen: 11:00 -17:00 Uhr

letzter Einlass 16:20 Uhr

Winter vom 1. November - 31. März
Mittwoch – Freitag: 13:00 – 16:00 Uhr
Samstag und Sonntag: 11:00 – 16:00 Uhr

an Feiertagen: 11:00 - 16:00 Uhr

letzter Einlass 15:20 Uhr

Unsere Ausstellungshalle ist nicht geheizt, im Winterhalbjahr bitte entsprechend kleiden

(last update 09.10.2020)

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