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Das Objekt des Monats ...

… Januar ist der maßstabgetreue und funktionsfähige Nachbau der Diesellokomotive "Ludmilla" der Baureihe 132 aus dem ukrainischen Luhansk.

Als in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts in Deutschland nach über 130 Jahren die Zeit der "Dampfrösser" zu Ende ging, trennten sich auch die Wege der Bundesbahn im Westen und der Deutschen Reichsbahn im Osten. Während der Westen neben der Neuentwicklung dieselhydraulischer Lokomotiven forciert die weitere Elektrifizierung der Bahnstrecken in Angriff nahm, wählte der Osten angesichts dringend erforderlicher Traktionsumstellung nach erster Entwicklung einer Diesellok mangels ausreichender Fertigungskapazitäten hierfür innerhalb des von der Sowjetunion dominierten Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe den Weg des Zukaufs leistungsstarker dieselelektrischer Lokomotiven der Lokomotivfabrik "Oktoberrevolution".

Nach der lautstarken "Taigatrommel" (BR120) mit Zweitakt-Diesel folgte in den siebziger Jahren die Baureihe 130 und hier nach Erfüllung ostdeutscher Forderungen die BR132 mit dem Kosenamen "Ludmilla", einer Zugmaschine mit 16-Zylinder-Viertakt-Diesel und 3000 PS bei 221 Litern Hubraum. Diese faszinierte einen damals Siebenjährigen derart, dass er nach Umzug in den Kasseler Raum und Beginn seiner Ausbildung beschloss, diese im Maßstab 1 : 8 bei einer Spurweite 7½" als Park- und Gartenbahn-Zugmaschine mit dieselhydraulischem Antrieb zu bauen. Nach über neun Jahren Konstruktions- und Bauzeit erlebte diese am 5. Juli 2009 im Vellmarer Ahnepark beim Dampfbahnclub Vellmar e.V. ihre Jungfernfahrt.

Erfahren Sie bei uns ab dem 4. Januar zu den Öffnungszeiten von Mittwoch bis Freitag von 13 – 17 Uhr oder Samstag u. Sonntag von 11 – 17 Uhr die Unterschiede zwischen dieselelektrischem Antrieb des Originals mit Drehstrom-Generator und Gleichstrom-Motoren und dem dieselhydraulischem Antrieb des 250 kg schweren und 2,60 langen Nachbaus sowie dessen Komponenten wie beispielsweise der Axialkolbenpumpe und -motoren auf den Drehgestellen in Bild und Text durch kostenfreien Download mittels Ihres Smartphones oder Tablets. Den Abschluss dieser schriftlichen Erläuterung bilden eine kurze Vorstellung der Eigenentwicklung der DR, der beiden Baureihen aus dem heutigen ukrainischen Luhansk und eine Gegenüberstellung wesentlicher techn. Daten.

Oder bestellen Sie für mündlich erläuterte Details eine Führung bei uns und mit etwas Glück sehen Sie auch eine oder zwei dieser Zugmaschinen, u. a. einen schweren Kesselzug wie rechts bzw. oben abgebildet, bei uns fahren.

Das TECHNIK-MUSEUM KASSEL ...

... befindet sich im Henschel-Werk II. Das Henschel-Werk Rothenditmold ist eine der wenigen industriellen Fabrikanlagen, in der große Teile der Originalsubstanz erhalten sind. Die historische Zeitspanne reicht von den ersten Hallenbauten 1870 über die Ausbauphase der vorvergangenen Jahrhundertwende bis zu einem hervorragenden, wenn auch kleinen Objekt der 1960er Jahre. Das Werk Rothenditmold repräsentiert prototypisch Architektur, Nutzung und Schicksal älterer Fabrikareale - es ist eine der ältesten als Ensemble noch erhaltenen Lokomotiv-Produktionsstätten dieser Art in Deutschland. Das TECHNIK-MUSEUM KASSEL hat das Ziel, Produkte, Technologien und Innovationen aus Kassel und Nordhessen zu sammeln, auszustellen und in den historischen Kontext zu stellen. Dazu gehört auch die Durchführung von Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen. In unserem Archiv bewahren wir zeitgenössische und aktuelle Literatur auf und wir widmen uns der Digitalisierung von alten Zeichnungen Kasseler Betriebe.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Bitte beachten, dass unsere Halle 9 mit der 44er Dampflok sowie den Straßenbahnen momentan nicht besucht werden kann.

Weitere Informationen zu Ihrem Besuch finden Sie hier.

 

Kontakt

Technik-Museum Kassel Betreiber gGmbH
Wolfhager Str. 109
34127 Kassel
0561-86190400
museum@tmk-kassel.de

Unsere Öffnungszeiten


 Mi - Fr  13 - 17 Uhr
Sa & So 11 - 17 Uhr

Unsere Ausstellungshalle ist nicht geheizt, im Winterhalbjahr bitte entsprechend kleiden.

So erreichen Sie uns mit dem NVV