documentaTisch

Das documentaMobil war das erste rollende Museum der Welt. Der mit dem documentaTisch ausgestattete LKW ging vom 15. März bis zum 14. April 2005 in elf deutschen Städten auf Tour.

Das Projekt in Zahlen:

  • Stationen der Tour: Berlin, Leipzig, München, Stuttgart, Frankfurt/Main, Wiesbaden, Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Kassel.
  • Gesamtdauer: 32 Tage.
  • Öffnung: 21 Tage, 163 Stunden.
  • Strecke: 3.300 km.
  • Zahl der BesucherInnen: 10.000.
  • Der Truck: 18-Tonner, 17 Meter lang, 580 PS, 34m² Ausstellungsfläche.
  • Kosten: 300.000 Euro.

Die Stadt Kassel beauftragte die Berliner Agentur ART+COM Studios, die Geschichte der documenta mobil und medial erlebbar zu machen. Im Jahr ihres 50jährigen Bestehens ging die Weltausstellung für moderne Kunst auf Reisen und warb für Kassels Bewerbung als „Kulturhauptstadt Europas 2010“.

Neben den originalen Plakaten der elf documenta-Ausstellungen seit 1955 präsentiert die interaktive Tischinstallation eine informative und spielerische Entdeckungstour. Inhaltlich teilt sich die Ausstellung in die Themen Kuratorisches Konzept, Künstlerische Positionen, Reaktionen, Zeitgeist und Statistik auf. Es werden 99 documenta-Kunstwerke, die Kuratoren, die Ausstellungsorte sowie einige Pressestimmen vorgestellt und erläutert. Die verschiedenen Informationen können mit schwebender Hand abgerufen werden, eine für das Jahr 2005 innovative Technik. Dieses taktil steuerbare Menü war in seiner Entstehungszeit einzigartig und wurde mehrfach ausgezeichnet. Ihm wurden unter anderem der iF-communications Award für außergewöhnliche Designleistung verliehen und er war unter den fünf besten in der Kategorie innovatives Marketing beim deutsches Tourismuspreis.

Prof. Klaus Siebenhaar hat das Projekt initiiert und in Kooperation mit dem Art Department Babelsberg durch zahlreiche Sponsoren realisiert. Nach der Tour gelang die Multivisionschau in das documentaArchiv, wo sie dauerhaft ausgestellt werden sollte. Allerdings war sie jahrelang verschlossen und konnte erst 2017 im Technik-Museum wieder in Betrieb genommen werden.

Bilder documentaMobil ©ART+COM Studios

Elektrisier-Automat

Bereits 1750 wird von einer öffentlichen Vorführung berichtet, auf der man sich für „1 Schilling elektrisieren“ lassen konnte. Neben dem eigentlichen Spaß, sich für kurze Zeit durch die Betätigung des Hebels selbst unter Strom zu setzen, versprachen die Elektrisiermaschinen eine heilende, therapeutische Wirkung. Sie dienten zeitweise als Gesundheitsautomaten und die Ärzte priesen sie als „medicina sine medicamento“ (Medizin ohne Medikamente) an.

Dieser Automat im Technik-Museum aus den Jahren um 1905 wurde vornehmlich in Gasthäusern aufgestellt und diente dem Vergnügen. Die „Elektrisierer“ hatten besonders zu Zeiten des Glückspielverbots Hochkonjunktur. Die Urform schuf der Magdeburger Physiker und Bürgermeister Otto von Guericke (1602-1686). Er baute eine Maschine mit drehbar gelagerter Schwefelkugel, mit der durch Reibung Strom erzeugt wurde. Von Guericke hat übrigens auch die Luftpumpe erfunden.

Europalette

Wir alle begegnen diesem Exponat beim Einkaufen oder als modernes Möbel: die Europalette ist vielfältig einsetzbar.

Durch die US-Armee inspiriert und durch die steigende Nutzung von Gabelstaplern und Hubwagen setzte sich nach dem Ende des zweiten Weltkriegs in Europa die Idee durch, Waren auf genormten Paletten zu transportieren und so Verladezeiten deutlich zu verkürzen. Außerdem konnten diese Paletten mehrfach verwendet werden, was die Transportkosten senkte.

1961 einigten sich dann einige europäische Eisenbahnunternehmen auf die mit 1200 mm x 800 mm x 144 mm (LxBxH) genormte Europalette. Sie besitzt eine Fläche von 0,96 m² und hat ein Eigengewicht von circa 22kg. Die Norm EN 13698-1 regelt neben der Nutzung von elf Brettern und neun Klötzchen auf den Zusammenbau mit 78 Spezialnägeln. In Deutschland werden jährlich circa 110 Millionen neue Europaletten hergestellt und in Verkehr gebracht.

Als Bestandteil des Europools sind die Europaletten bspw. auch mit Euroboxen oder Kleinladungsträgern kompatibel, welche in verschiedenen Größen erhältlich sind und den Waren- und Güterverkehr noch weiter vereinfacht haben.

Mittlerweile werden aus den Paletten auch Möbel konstruiert. Diese finden sich vor allem in Studierendenwohnungen, Bars und Gärten.

 

Kirmes in Bebra in 1958!

Bebra im Jahr 1958: In der Eisenbahnerstadt unterhalb der Gleise nach Gerstungen in Thüringen versteht man zu feiern, auf der Kirmes ist richtig was los!

In unserem Technik-Museum versetzen wir unsere Besucher immer wieder gerne zurück in die vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte! Damals wurde natürlich auch kräftig gefeiert! Mit viel Musik und Gaudi! Lebensfreude pur soll daher auch unsere neu eröffnete kleine Kirmes auf unserer H0-Modellbahnanlage auf dem Veranstaltungsgelände von Bebra im Jahre 1958 vermitteln.

   

Über 500 kleine Besucher entdecken dort die Attraktionen der Schausteller, viele bunte Lichter blinken und Fahrgeschäfte drehen sich in den engen Gassen mit einer Vielfalt von zeittypischen Buden. Klicken Sie bitte für das kurze Video entweder auf das Bild links/oben oder auf diesen Link

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Schnellrechenmaschine WALTHER WSR 160

Die Schnellrechenmaschine WALTHER WSR 160 im TECHNIK-MUSEUM KASSEL gleich neben der Kasse

Nach der geschichtlichen Herausbildung regionaler und regelbehafteter Sprachen mit anschließender Entwicklung von Schriften ist die Mengenerfassung eine der wesentlichen Voraussetzungen für das ökonomische Wachstum der unterschiedlichen Kulturen auf unserer Erde. Um nur ein Beispiel zu nennen: Wie wollte das wachsende Volk des pharaonischen Ägypten auf seinem extrem schmalen, aber durch die regelmäßigen Überschwemmungen des Nils sehr fruchtbaren Land das Jahr über seine Bevölkerung ernähren, wenn es nicht durch Volkszählungen und Erfassung der Ernten einen Überblick über den Jahresablauf bis zur nächsten Ernte gewinnen konnte.

Wichtigste "Erfindungen" hierzu waren die Zahl, die Entwicklung der Zahlendarstellung (z. B. römische und indisch-arabische), die Ziffer Null, die Dezimalzahlen und die Kunst des Verknüpfens von Zahlen mitein-ander, also das Rechnen. Dazu dienten, und das haben wir in unserer Kindheit alle so gemacht, in erster Linie die Finger, aber in älteren Kulturen oder anderen Gesellschaftsschichten z. B. auch das Kerbholz und die Knoten sowie die Striche an der Wand in "geschlossenen Anstalten". Mit dem Addieren allein war es aber nicht getan, Subtrahieren ging damit auch noch, Multiplizieren gerade noch so zusammen mit dem Gehirn, aber Dividieren?

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Kontakt

Technik-Museum Kassel e.V.
Wolfhager Str. 109,
34127 Kassel
0561-86190400
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