Sammlungsgebiet Mobilitätstechnik

Im Sammlungsgebiet Mobilitätstechnik haben wir den Schienenverkehr und dessen Technik (z. B. den 1848 auf die Schiene gesetzten "Drache" und die Güterzuglokomotive BR 44 von Henschel, die Dampftram und elektrische Straßenbahnen bis hin zum Transrapid), die ein- und mehrspurigen Fahrzeuge (u. a. Fahrräder und Mopeds und Fahrzeuge des Herkules-Racing-Teams) und mobile Arbeitsgeräte und Arbeitsmaschinen (Henschel-Feuerwehrzug und die Dampf- und Motor-Straßenwalzen) zusammengefasst. Fahrzeugkomponenten wie z. B. Übergangssysteme für Busse und Bahnen und die Rohloff-Getriebe-Nabe, die Verkehrsleittechnik wie z. B. der ehemalige Kasseler Verkehrsrechner, ein Flughafendrehfeuer und Stellwerkstechnik gehören auch zu diesem Sammlungsgebiet.

Leider sind derzeit die Henschel-Güterzuglokomotive BR 44, die Dampftram, die Stellwerkstechnik und viele Straßenbahnen bis auf die 214 von Credé aus dem Jahr 1937 nicht zu besichtigen. 

Nachstehend finden Sie alle dem Sammlungsgebiet zugeordneten Exponate. Je nach Endgerät (Desktop, Tablet, Smartphone) erreichen Sie durch Klick

  • bei Desktopgeräten und horizontal aufgestellten Tablets die rechts aufgelisteten untergeordneten Themen der Mobilitätstechnik,
  • bei Smartphones und vertikal aufgestellten Tablets am unteren Ende der ersten Seite ebenfalls diese Themen.

Zu den Themen "Ein- und mehrspurige Fahrzeuge" sowie "Fahrzeugkomponenten" sind derzeit noch keine Exponate beschrieben.

(last update 16.08.2021)

Schienenverkehr und Schienenverkehrs-Technik

Innerhalb des Themas Schienenverkehr und Schienenverkehrstechnik im übergeordneten Sammlungsgebiet Mobilitätstechnik haben wir all die Exponate zusammengefasst, die als Eisenbahnen für die Mobilität genutzt werden.

Leider sind derzeit alle hier vorgestellten Exponate mit Ausnahme der Lok "Drache" nicht zu besichtigen und der DSG-Schlafwagenzug "Komet" wird ohnehin nur als in Kassel gebauter Zug textlich und bildlich vorgestellt. 

(last update 16.08.2021)

Kleiner Wagen nach großem Vorbild

Die Firma WEGMANN & Co erhielt im Jahr 1961 von der Ghana Railways & Harbours-Gesellschaft einen Auftrag über 50 vierachsige Güterwaggons. Die mit der für Südafrika typischen Kupplung "AAR-Coupler" ausgestatteten Wagen waren auf je zwei Drehgestellen für Kapspur (1067mm) aufgebaut.

Besonders war die Abtrennung des Laderaums in zwei getrennte Abteilungen, die sowohl über die Seitentüren als auch über ein Faltdach be- und entladen wurden. Durch diese Innovation konnten die Waggons in den Häfen deutlich schneller und einfacher umgeschlagen werden.

Die fertigen Waggons wurden nach Fertigstellung über den Hamburger Hafen nach Ghana verschickt.


Unser Objekt des Monats ist ein Modell der nach Ghana gelieferten Güterwagen im Maßstab 1:12. Dieses Modell fertigten die Auszubildenden der Lehrwerkstatt bei WEGMANN & Co in etwa zeitgleich zu den Originalen.


Quellen:
- WEGMANN-Archiv im Technik-Museum Kassel
- HNA, Ausgabe 197 vom 26. August 1961
- HNA, Ausgabe 261 vom 8. Novembger 1962

Vintage ICE TRAINingsanzug

Zum 30jährigen Jubiläum des Inter City Express startete die Deutsche Bahn ein Gewinnspiel. Zu gewinnen gab es neben Fahrtickets und BahnCards auch 300 streng limitierte Vintage TRAINingsanzüge. Unser Objekt des Monats in Größe L trägt die Nummer 157.

Das Design orientiert sich am ICE-Zug, dessen weißes Außendesign mit einem roten Strich über vier Zuggenerationen fast unverändert geblieben ist. Vor 30 Jahren wurde am 29. Mai 1991 nicht nur der Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe feierlich eröffnet, sondern es begann symbolisch der Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland. Fünf ICE-Züge erreichten bei der Sternenfahrt an diesem Tag den neuen Bahnhof. In einem der Inter City Express´ saß der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker, der um 12 Uhr in Wilhelmshöhe den Hochgeschwindigkeitsverkehr als eröffnet erklärte. Aus Angst vor einer Panne fuhr der Lokführer Lothar Schirok mit dem sechsten ICE-Geisterzug hinter dem Bundespräsidentenzug, um im Notfall dessen Passagiere zu übernehmen.

Damit war auch die Schnellfahrtstrecke zwischen Hannover und Würzburg eröffnet, auf der vier Generationen ICE-Züge bis 2021 400 Millionen Kilometer zurücklegten und jährlich 15,5 Millionen Personen beförderten.

Leihgabe: Karl Heinz Grüning (Gewinner des Anzugs)
Puppe gesponsort von Noor. Änderungsschneiderei & Reinigung, Vellmar.
unterstützt durch Eisenbahnfreunde Kassel e.V.

Der DSG-Schlafwagenzug "Komet"

 


DSG-Schlafwagenzug KOMET (mit Fotos aus dem Archiv der Firma WEGMANN & Co, Kassel)

Im Jahr 1949 wurde die Deutsche Bundesbahn gegründet. In den Folgejahren ergingen an die Industrie Aufträge zur Neuentwicklung von Fahrzeugen mit Dieselmotoren - darunter auch zwei Triebwagen nach den Plänen von Franz Kruckenberg. Bereits neun Monate nach Auftragserteilung präsentierte WEGMANN & Co auf der Verkehrsausstellung 1953 in München einen Schlafwagenzug für die DSG (Deutsche Schlaf- und Speisewagengesellschaft). Nach kurzer Erprobung ging der Gliedertriebzug in den planmäßigen  Betrieb und verband Hamburg mit Zürich im Nachtsprung. Seine Einsätze wurden unterbrochen durch drei Fahrten nach Griechenland. Sie dienten Werbezwecken der deutschen Schienenfahrzeugindustrie und fanden große Beachtung in der Fachpresse. Für die Ehrengäste (auch Bundespräsident Theodor Heuss und Wirtschaftsminister Ludwig Erhardt waren an Bord) wurde ein Salonabteil hergerichtet, später für Kanzler Adenauer sogar ein eigener Salonwagen (damals mit Spitznamen „Adenauer- Glied“) in den Zug eingehängt.

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34127 Kassel
0561-86190400
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